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SISTERS IN SPIRIT |
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EINE
INTERNATIONALE KAMPAGNE ANLÄSSLICH DES INTERNATIONALEN TAG DER FRAU |
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MISSING AND MURDERED500 INDIANISCHE FRAUEN IN KANADA „VERSCHWUNDEN“ |
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Europäische, kanadische und indigene Menschenrechtsorganisationen haben sich zusammengeschlossen, um am UNO-Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen tätig zu werden. Im Rahmen der von Amnesty International und der Native Women’s Association of Canada initiierten Kampagne „Sisters in Spirit“ soll die Öffentlichkeit auf die Situation der indigenen Frauen in Kanada aufmerksam gemacht und die kanadische Regierung zum Handeln aufgefordert werden. |
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Während Kanada sich auf der internationalen Bühne als Förderer der Menschenrechte präsentiert, müssen die Indigenen unter Diskriminierung, Entrechtung und Gewalt leiden. Mindestens 500 indigene Frauen wurden in Kanada in den letzten 20 Jahren als vermisst gemeldet oder ermordet, wie die Untersuchung durch die Native Women’s Association of Canada und Amnesty International ergab. In einer gemeinsamen Kampagne appellieren nun europäische Menschenrechtsorganisationen anlässlich des UNO-Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November an die kanadische Regierung, Rechte und Leben der Indigenen wirksam zu schützen. |
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Trotz wiederholter Appelle blieben die Behörden und die Exekutive über
Jahrzehnte hinweg untätig, und die Öffentlichkeit verschloss die Augen
vor einer Katastrophe, die sich in der Mitte der Gesellschaft abspielt.
Die Zahl der Vermissten und Morde verdeutlicht die bestürzenden
Umstände, unter denen die Ureinwohner Kanadas noch heute leiden müssen.
Besonders betroffen sind hiervon die Indianerinnen, denn sie sehen sich
doppelter Diskriminierung ausgesetzt: als Frauen und als Indigene. Die
rassistische Gewalt gegen die indianischen Frauen in Kanada resultiert
aus einer systematischen Zerstörung der indigenen Kulturen, die bis in
ihre Gemeinschaften hineinwirkt. |
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Erst unter Zugzwang, ausgelöst durch die „Sisters In Spirit“-Kampagne deutete die kanadische Regierung Bereitschaft an, sich mit dem Problem auseinanderzusetzen. Eine Regierungskommission bestätigte inzwischen die Vorwürfe zahlreicher Organisationen, die seit langem auf die Diskriminierungen gegen Indianer und insbesondere Indianerinnen hingewiesen hatten. Doch viel mehr als Lippenbekenntnisse hat die amtierende kanadische Regierung unter Premierminister Stephen Harper bislang nicht zu bieten. Unsere Aktion Anlässlich des UNO-Tags zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November fordern wir, die beteiligten Menschenrechtsorganisationen, die kanadische Regierung auf, die von 180 Staaten unterzeichnete UN-Konvention zur Abschaffung aller Formen der Diskriminierung gegen Frauen (1979) in die Tat umzusetzen. |
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| Weitere Informationen über die Kampagne: | |||
| Österreich: |
Arbeitskreis Indianer Nordamerikas (AKIN) |
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| Deutschland: |
Aktionsgruppe Indianer und Menschenrechte e.V.
Menschenrechte 3000 |
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| Schweiz: |
INCOMINDIOS- Internationales
Komitee für die Indianer Nordamerikas Tel.: +41-44-3830335 e-mail:mail@incomindios.ch www.incomindios.ch |
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| Kanada: |
Native Women’s Association of Canada
Amnesty International Canada |
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Weiterführende Informationen über "Sisters in Spirit": |
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| -"Stolen Sisters- Anhaltende Gewalt gegen indigene Frauen" (Coyote 4/2005) | |||
| -"Sisters in Spirit-Vermisst: 500 Indianerinnen - Protestkampagne in Kanada" (Coyote 2/2004) | |||