Wahlsieg indigener Frauen bei den Midterm-Elections am 6.11.2018 in den USA

Deb Haaland

Deb Haaland in Democray Now!

Sie sorgen für Schlagzeilen in der ganzen Welt und ziehen als erste indigene Frauen für die Demokraten in den US-Kongress: Deb Haaland (Laguna Pueblo) in New Mexico und Sharice Davids (Ho-Chunk) in Kansas. In der Wahl haben sie sich klar gegen die Konkurrenz durchgesetzt und wollen nun den Indigenen eine Stimme in Washington geben.

Haaland, die ehemalige Vorsitzende der demokratischen Partei in New Mexico, gewann souverän mit 59% der Stimmen gegen ihre republikanische Konkurrentin Janice Jones (36,4%). Sie engagiert sich für erneuerbare Energien, allgemeine Gesundheitsversorgung und gegen die Gewalt an Frauen.
Obwohl den Native Americans 1924 die US-Staatsbürgerschaft „verliehen“ wurde, erhielten sie in New Mexico erst 1962 das Wahlrecht.

Davids, die bereits unter Obama im Weißen Haus gearbeitet hatte, schlug den erzkonservativen Republikaner Kevin Yoder mit 53,3% zu 44,2%. Zu ihren Themen zählen Gleichberechtigung, Gesundheitsversorgung für alle, Stärkung einer sozialen Wirtschaft, nachhaltige Entwicklung, Umweltschutz und Verschärfung der Waffengesetze.

Die Demokratin Paulette Jordan (Coeur d’Alene, Idaho) konnte sich in ihrer Bewerbung um den Gouverneursposten von Idaho leider nicht gegen den republikanischen Amtsinhaber Brad Little durchsetzen.

Peggy Flanagan (Ojibwe, Minnesota), die ebenfalls für die Demokraten kandidierte, entschied hingegen das Rennen um den Posten des Lieutenant Governor mit 53,8% klar für sich. Der Lieutenant Governor ist der zweithöchste Posten nach dem Gouverneur. Die ehemalige Direktorin des Children Defense Fund, hat damit neues Terrain für die Indigenen betreten.

Monika Seiller, Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte e.V. (AGIM), München


Interview von Democracy Now! mit Deb Haaland (Laguna, New Mexico):
https://www.youtube.com/watch?v=0aDBiAIFDeA

Foto: Interview von Democracy Now! mit Deb Haaland / YouTube
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