Zum Tod von Michael Her Many Horses (Oglala Lakota)

Der langjährige Freund des Arbeitskreises Indianer Nordamerikas, Oglala Lakota Michael (Mike) Her Many Horses „Ole Omani Pi“ (They Travel Looking For Him) aus Wounded Knee (Pine Ridge, South Dakota) starb 68-jährig am 13. 01. 2019.

Der Arbeitskreis Indianer Nordamerikas hatte sich in den 1980-er und 1990-er Jahre intensiv mit dem Landrechtsstreit um die “Black Hills” auseinander gesetzt, die für die Lakota heiliges Gebiet bedeuten und ihnen 1851 und 1868 vertraglich zugesichert wurden (Fort Laramie Treaties). Wie alle Verträge mit Indigenen wurden auch diese Verträge gebrochen. Wesentlicher Grund dafür war, dass in den Black Hills Gold gefunden worden war.

Michael Her Many Horses in Wien

Das Foto zeigt ihn mit einer Delegation der Oglala Lakota 1984 beim damaligen österreichischen Außenminister in Wien: v.l.n.r.: Fred Brewer, Mike Her Many Horses, Birgil Kills Straight, Erwin Lanc, Joe American Horse.

Mike war als akademisch ausgebildeter Lakota-Historiker in  verschiedenen Funktionen im Kampf der Lakota um die Rückgabe der Black Hills beteiligt und auch mehrmals mit Lakota-Delegationen in Europa, um hier Unterstützung von Politikern, Medien und Menschenrechtsorganisationen zu erlangen.

Ich selbst habe in den letzten Jahrzehnten öfters die Pine Ridge Reservation der Oglala Lakota besucht, auch mit meinen beiden Töchtern.
Mike war für uns immer ein toller Gastgeber und wir hatten – abgesehen von allem Politischen – auch immer viel Spaß mit ihm. Sein Tod macht mich und alle, die ihn persönlich gekannt haben, sehr betroffen.

Peter Schwarzbauer


Mehr Informationen auf englisch: https://obittree.com/obituary/us/south-dakota/pine-ridge/sioux-funeral-home/michael-her-many-horses/3697306/

 

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